Dunkle Materie - Wir tappen nach wie vor im Dunkeln...


Dienstag, 10. Oktober 2017, 20:00

Prof. Dr. Uli Klein, Universität Bonn

Nur wenige Prozent der im Weltall vorhandenen Materie sind von einer Form, die der Mensch aus dem Alltag kennt – als chemische Elemente und deren Verbindungen. Während die Entstehung dieser Elemente im Rahmen der modernen Astrophysik sehr gut verstanden ist, liegt die Natur des Löwenanteils der kosmischen Materie sprichwörtlich im Dunklen. Dies ist sehr unbefriedigend, denn als (Astro-)Physiker möchte man das gesamte Universum mit all seinen Zutaten verstehen. Einfach ignorieren können wir diese sogenannte Dunkle Materie sowieso nicht, denn es gibt eine ganze Reihe von Hinweisen darauf, dass das Universum ohne die Dunkle Materie deutlich anders aussehen würde als die Astronomen es wahrnehmen!

Seitens der Astronomie ist über dieses Rätsel im Zusammenwirken von Beobachtung und Theorie weitgehend geforscht, publiziert und gestritten worden, ohne dass man einer Lösung nähergekommen wäre. Vielleicht aber liegt die Lösung des Problems nun in den Händen der Teilchenphysik, die mit teils sehr aufwendigen Experimenten nach exotischen Teilchen sucht, die wie jedes andere Partikel im Universum eine Gravitationskraft besitzen, sich jedoch sämtlichen klassischen Beobachtungen entziehen, während in jeder Sekunde einige Milliarden solcher Exoten unseren menschlichen Körper durchdringen. Wenn nicht die Teilchenphysik in absehbarer Zeit Erfolge vorweisen kann, dann bleibt die Dunkle Materie vielleicht ein ‚moderner Epizykel‘.

(Foto: Abell3528 von ROSAT)

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Veranstaltungsort: Sternwarte Solingen

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