And the winner is...


25. März 2011

mvmarchitetkt & startkearchitektur gewinnt ersten PreisDas Büro mvmarchitekt & starkearchitektur aus Köln hat mit einem spannenden Entwurf den ersten Preis beim Architekten-Wettbewerb zum Galileum gewonnen. In einer ganztägigen Preisgerichtssitzung wurden am 24. März die eingereichten 21 Entwürfe von Jurymitgliedern und Beratern heiß diskutiert. Teilweise wurden dabei sogar bei anfänglich favorisierten Entwürfen im Laufe der Diskussion Schwachstellen sichtbar, so dass sich die Diskussion schließlich auf einen kleinen Kreis konkretisierte und die Wahl des Erstplatzierten einstimmig erfolgte.

 

(c) mvmarchitekt&starkearchitektur, Köln
1. Platz: mvmarchitekt & starkearchitektur, Köln

Gelobt wurde hier der minimale Eingriff an der sichersten Stelle des Behälters: In der Mitte befindet sich das Planetarium, ein rundumlaufender verglaster Panoramagang ermöglicht  den Einblick in den Kugelraum. Alle anderen Funktionen, wie Vereinsräume, Sternwarte und Ausstellungsräume befinden sich in einem Nebengebäude, das mit zwei gläsernen Stegen mit der Kugel verbunden ist. Die Höhe dieses Nebengebäudes ermöglicht – als einziger Entwurf – eine 360°-Beobachtungsmöglichkeit für die Sternwarte. Das erhöht wesentlich die Attraktivität.

Preisgeld: 7.000,- €

(C) Kister Scheidthauer Gross Architekten, Köln

2. Platz: KSG Kister Scheidthauer Gross Architekten und Stadtplaner Gmbh, Köln (gesetztes Büro)

Die Kugel wird hier um einen „Satelliten“ ergänzt, in dem die Sternwarte untergebracht werden soll. Dies ist zwar konzeptionell eine gute Lösung, wurde jedoch von statischer und insbesondere astronomischer Seite als nur schwer umsetzbar angesehen. Nachzubessern wäre hier u.a. der Zugang  bzw. Aufzug, der in der Tragekonstruktion untergebracht sein soll und Schwingungen erzeugt, die sich sehr negativ auf die Sternwarte auswirken dürften.

Preisgeld: 6.000,- €

 

(C) Töpfer & Bertuleit Architekten, Berlin

3. Platz: Töpfer & Bertuleit Architekten, Berlin

Dieser Entwurf ist im Wesentlichen dadurch geprägt, dass auf ein zusätzliches Gebäude verzichtet wird. Alle Zusatzräume sind unterirdisch untergebracht und werden durch Glaskuppeln belichtet.

Preisgeld: 5.000,- €

(C) BeL Societät für Architektur Bernhardt & Leeser, Köln

4. Platz: BeL Sozietät für Architektur Bernhardt & Leeser, Köln (gesetztes Büro)

Ein gewöhnungsbedürftiger Entwurf, denn das industrielle Relikt des Behälters wird mit einem modernen Industriegebäude beantwortet. Hier herrschen noch Komfortmängel und wesentliche funktionale Einschränkungen vor.

Preisgeld: 3.000,- €

 

 

So geht es weiter

Die Jury empfiehlt, das nun folgende Verhandlungsverfahren zur Optimierung zu nutzen – im Klartext, die Büros sollten die diskutierten Mängel nachbessern. „Die Rangfolge zeigt naturgemäß auch Qualitätsunterschiede“, so der Vorsitzende des Preisgerichtes, Prof. Kunibert Wachten. So habe der Erstplatzierte die meisten Punkte, wurde einstimmig gewählt, der Entwurf berge keine Risiken und sei kostensicher. „Das Verhandlungsverfahren soll so schnell wie möglich starten“, wünscht sich die Sternwarte. Bis Sommer sollten daher die optimierten Entwürfe vorliegen, die alle Kriterien der Jury erfüllen. Im Herbst soll die Voraussetzung für die weitere Realisierung geschaffen sein, so auch ein Konzept zur finanziellen Umsetzung.. Hartmut Hoferichter, 1. Beigeordneter der Stadt Solingen erläutert: „Wir wollen an den Fördertopf ‚Initiative ergreifen‘, hier gibt es einen Beirat, der dem Bauministerium Empfehlungen ausspricht.“ Die Chancen stünden nicht schlecht, schließlich sei das Projekt spektakulär und einzigartig.

 

Alle Preisträger und eingereichten Beiträge werden vom 4. - 29. April in der Hauptstelle der Stadtsparkasse Solingen, Kölner-Str. 68-72, ausgestellt. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Sparkasse jederzeit zugänglich.

 

Nachfolgend einige Bilder des Sieger-Entwurfes. (Quelle: mvmarchitekt & starkearchitektur)

   

  

 

Weitere Informationen und die Bilder in reprofähiger Größe: www.bergische-agentur.de/de/presse/